Containerschiff fährt Richtung Sonnenunergang

Lieferkettenprobleme für Mobilfunkkomponenten

Lieferkettenprobleme für Mobilfunkkomponenten

Aktuell haben fast alle Hersteller von Mobilfunkgeräten Probleme, ihre Lieferverpflichtungen einzuhalten. Es fehlen durch weltweite Lieferkettenprobleme die Chips. Die Ursachen sind vielfältig: Neben der Coronapandemie, der Null-Covid-Politik des chinesischen Staats und den Staus in den Welthäfen gehören auch der momentan andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine und die Sanktionen des Westens gegen Russland dazu.

Lieferkettenprobleme bei Mobilfunk-Chips

Hersteller von Mobilfunk aktivierten Geräten haben durch die Engpässe weitläufige Probleme. Größtenteils verbaut werden fertige Chipsätze – so genannte SoC (System on a Chip), die aus allen nötigen Peripheribausteinen zum Betreiben des Mobilfunkchips gebraucht werden, bestehen. Typischerweise besteht der SoC aus einer CPU (Central Processing Unit) und weiteren Komponenten wie dem Kommunikationsmodem für GSM, UMTS, LTE und 5G. Meist werden diese als komplette Einheit von einem Hersteller geliefert. Die Hauptsitze der Produktionsstäten sind dabei meist in China, Taiwan, Japan, aber auch in den USA und vereinzelt in der Europäischen Union. Wenn durch Lieferkettenprobleme das SoC nicht mehr lieferbar ist, stockt die Produktion der Endgeräte komplett. Die Folgen daraus sind, wie bereits länger zu spüren, Lieferengpässe von Messgeräten und anderen Endgeräten.

Ursachen

Die Ursachen sind vielfältig. Wichtig zu wissen: Einige von ihnen bestanden schon vor der Coronapandemie und dem Ukrainekrieg:

  • Containerschiffe stehen immer häufiger vor den Häfen im Stau. Teilweise ist die Logistik der Häfen durch technische Ausfälle und Personalmangel überlastet.
  • Der chinesische Staat beharrt weiter auf seiner Null-Covid-Strategie und schickt wegen sehr vereinzelter Ausbrüche ganze Stadtviertel oder gar Millionenstädte in den Lockdown. Das führt zu Produktionsausfällen.
  • Die neue Seidenstraße (Landweg von China nach Europa) wird inzwischen durch die Spediteure wegen des Kriegsrisikos weniger befahren. Sie führt teilweise durch die Ukraine.
  • Natürlich fehlen nicht nur Chips, sondern auch andere Vorprodukte. Unter anderem ist das derzeit heftig umkämpfte Asow-Stahlwerk in Mariupol ein wichtiger Stahllieferant.
  • Fehlende Produktionsstätten im Westen. Die geplante Ausbreitung der Chipindustrie nach Europa hilft Engpässe in Zukunft zu verhindern.

Warum die ENQT weniger betroffen ist:

Die ENQT GmbH hat sich schon vor der Pandemie über mögliche Lieferengpässe Gedanken gemacht und frühzeitig in unterschiedliche Maßnahmen investiert, um unabhängiger von globalen Ereignissen zu sein. Ein besonderes effektives Element im Kampf gegen Engpässe ist die lokale Produktion. Schon seit der Gründung der Firma im Jahr 2017 wird das Endgerät in Hamburg gefertigt. Dabei ist die Anzahl der von anderen Firmen vorgefertigten Modulen im Verlauf der Weiterentwicklung der Produktkette immer weiter reduziert worden. Hinzu kommt die softwareseitige Akzeptanz von unterschiedlichen Komponenten. So kam es im Verlauf der Pandemie bei der Zulieferung der Akkus oder Mobilfunkmodems zu Lieferschwierigkeiten. Durch die breite Kompatibilität der Elektronik sowie der Software war es jedoch schnell möglich, ein anderes Modul mit denselben Qualitätsstandards zu wählen und verbauen.

Unterschiedliche Modems auf Modemtray
Modemtray gefüllt mit Mobilfunkmodems unterschiedlicher Hersteller
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