Anwendungsbericht: Qualität von Mobilfunknetz für gerichtliches Gutachten feststellen

Heute stellen wir einen Anwendungsbericht von Thomas Müller vor. Thomas Müller ist von der IHK zu Dortmund öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Systeme und Anwendungen der Informationsverarbeitung sowie Organisation und Projektmanagement. Er erstellt für Gerichte Gutachten, die Richtern und Prozessbeteiligten technische Fragen beantworten sollen. Seine Webseite mit weiteren Informationen ist hier zu finden.

In einem Rechtsstreit vor einem Landgericht stritten die Parteien über die zuverlässige Funktion von Zeiterfassungsterminals. Diese sollen über das Mobilfunknetz (GSM) Daten mit Zeiterfassungsbuchungen (Kommen und Gehen) an einen zentralen Server übertragen. Die Zeiterfassungsterminals waren mit einem GSM-Modul ausgestattet und verfügten über eine SIM-Karte, die den Zugang zum Mobilfunknetz ermöglichte.

Die Untersuchung des gesamten Zeiterfassungssystems, um die Zuverlässigkeit festzustellen, erfolgte an vier Orten mit jeweils einem Zeiterfassungsterminal. Voraussetzung für die zuverlässige Übertragung der Zeiterfassungsbuchungen vom Zeiterfassungsterminal zum Server ist u.a. eine ausreichende Signalstärke der Mobilfunkverbindung. So wurde in den Untersuchungsplan aufgenommen, dass die Signalstärke der Mobilfunkverbindung (in diesem Fall D1) am Ort des Zeiterfassungsterminals festgestellt werden musste.

Nach einer Marktrecherche fiel die Wahl für ein geeignetes Messgerät auf das Handgerät TMate FIELD der Firma ENQT GmbH aus Hamburg. Dieses Gerät kann die Feldstärke in dBm messen. Dezibel Milli-Watt (dBm ) ist der Leistungspegel in Dezibel, bezogen auf 1mW. Zusätzlich wird mittels Geschwindigkeitstest die verfügbare Verbindungsgeschwindigkeit ermittelt und angezeigt. Alle diese Angaben werden jeweils für GSM, UTMS und LTE angezeigt. Für den hier zu beurteilenden Sachverhalt reichten die Werte für GSM aus.

Vorbereitung von Messungen

Das Messgerät TMate FIELD kam per Paket mit einer für die Inbetriebnahme und Messung ausreichenden Kurzanleitung. Das Messgerät und Zubehör befand sich in einem praktischen Kunststoffkoffer, der einen sicheren Transport zwischen den Messstellen ermöglichte. Durch die gute Benutzerführung gelang die Einarbeitung in das TMate FIELD in einer halben Stunde. Das berührungssensitive Display ließ sich gut mit dem beigefügten Kunststoffstift bedienen. Im Koffer befand sich auch ein Antennenadapter, für den Anschluss einer externen Antenne.

Durchführung von Messungen

Die Messungen an den Standorten der Zeiterfassungsterminals waren problemlos in kurzer Zeit möglich. Das Messgerät bootete nach dem Einschalten in weniger als einer Minute, nach weiteren 1 bis 2 Minuten konnten die Messergebnisse auf dem gut ablesbaren Display angezeigt werden. In einem Fall war der Anschluss einer externen Antenne erforderlich, was mit dem im Koffer vorhandenen Adapter sofort gelang.

Fazit

Das TMate FIELD war für die Messung von Signalstärke und Übertragungsgeschwindigkeit an den Standorten der Zeiterfassungsterminals ein einfach und gut verwendbares Hilfsmittel. Die Tatsachen, die im Gutachten bewertet werden, ließen sich so sicher und problemlos feststellen. Die „Liebe zum Detail“ zeigte sich durch die Verfügbarkeit des Adapters für eine externe Antenne. Bei gleicher Aufgabenstellung würde das TMate FIELD wiedereingesetzt werden.

Dieser Anwendungsbericht zeigt das sich unser Mobilfunkmessgerät TMate Field sehr einfach in verschiedenen Anwendungen nutzen lässt und damit schnell und einfach valide Aussagen zur Qualität von Mobilfunkverbindungen zulässt!

Haben Sie auch eine Anwendung in der Geräte per GSM/UMTS oder LTE angebunden werden müssen? Sprechen Sie uns einfach unter 040 35 73 20 65 oder tmate@enqt.de an.

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